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Energetische Gebäudeanalyse mit dem GEAK Plus

Der GEAK kurz erklärt

GEAK ist die Abkürzung für Gebäudeenergieausweis der Kantone und stellt die Energieetikette für Gebäude dar. Er bewertet den IST-Zustand eines Gebäudes und wurde 2009 schweizweit eingeführt. Mittels der Buchstaben A bis G werden drei energetische Aspekte eines Gebäudes evaluiert. Dabei bedeutet der Buchstabe A jeweils die beste Klasse, der Buchstabe G die schlechteste. Die Klassifizierung berücksichtigt das Gebäude alleine, und das Benutzerverhalten fliesst explizit nicht ein.

Die drei Facetten des GEAK als umfassende energetische Gebäudeanalyse sind:

Wärmebild eines schlecht gedämmten Gebäudes. © Franz Ulrich
Wärmebild eines schlecht gedämmten Gebäudes. © Franz Ulrich

Gebäudehülle (Wärmedämmung)

Je besser ein Gebäude gedämmt ist, desto geringer sind die winterlichen Wärmeverluste und der entsprechende Heizwärmebedarf. Dabei sind die Dämmstärke, das Dämmmaterial aber auch Wärmebrücken von Bedeutung. Hier im Wärmebild leuchten beispielsweise die Stirnseiten der betonierten Geschossdecken als warme Zonen hervor. Das ist ein eindeutiges Zeichen einer fehlenden Aussendämmung der Wände.

Gemäss den gesetzlichen Vorschriften erreichen heutige Neubauten (2026) die Klasse B, und ein energetisch umfassend saniertes Gebäude kommt meistens in die Klasse C zu stehen.

Alter Ölkessel in einem Mehrfamilienhaus. © Franz Ulrich
Alter Ölkessel in einem Mehrfamilienhaus. © Franz Ulrich

Gesamtenergieeffizienz (Gebäudehülle und Haustechnik)

Die Gesamtenergieeffizienz zeigt auf, wieviel Energie dem Gebäude von aussen zugeführt werden muss. Nebst der Wärmedämmung wird also die Haustechnik bewertet. Eine grosse Rolle spielen hier die Art der Heizung und deren Wirkungsgrad (bei Wärmepumpen: Jahresarbeitszahl), die Warmwasseraufbereitung, die elektrischen Geräte sowie eine allfällig vorhandene PV-Anlage.

Den eingesetzten Energieträgern sind übrigens Gewichtungsfaktoren hinterlegt: So wird der Strombedarf mit einem Faktor 2 „bestraft“, erneuerbare Energieträger wie Holz oder Solarwärme werden hingegen mit einem tieferen Faktor belohnt.

Wolkenspiel. © Franz Ulrich
Wolkenspiel. © Franz Ulrich

Direkter CO2-Ausstoss vor Ort

Die dritte Effizienzkategorie ist gleichzeitig die jüngste, denn sie wurde erst anfangs 2023 eingeführt. Sie zeigt auf, wie hoch die Emissionen von CO2 direkt vor Ort sind.

Die Aussagekraft ist jedoch beschränkt, wie folgendes Beispiel zeigt: Ein mit einer Ölheizung betriebenes Gebäude erreicht in der Regel eine Klasse zwischen E und G. Wäre das Gebäude hingegen an einem Wärmeverbund angeschlossen, der ebenfalls mit einer Ölheizung betrieben wird, so käme es in die Klasse A zu stehen. Denn es spielt nur der Standort der Ölheizung eine Rolle.

Der GEAK als energetische Gebäudeanalyse kann für folgende Gebäudekategorien (gemäss SIA) ausgestellt werden, wobei auch Mischnutzungen möglich sind:

  • Mehrfamilienhäuser MFH, Hotels
  • Einfamilienhäuser EFH (hierzu gehören Wohngebäude mit 1 oder 2 Wohnungen)
  • Büro- und Verwaltungsgebäude
  • Schulhäuser, Kindergärten
  • Verkaufslokale, Ladengeschäfte
  • Restaurants, Cafeterias und Kantinen

Für alle übrigen Gebäudekategorien (wie Werkstatt-, Lager- und Industriebauten, Sportbauten, Hallenbäder oder Spitäler / Altersheime) ist der GEAK aktuell nicht möglich. Bei Bedarf kann aber ein Beratungsbericht mit Vorgehensempfehlung (gemäss Pflichtenheft BFE) erstellt werden, der z. B. vom Gebäudeprogramm akzeptiert wird (siehe Hinweis unten).

Und was ist der GEAK Plus (GEAK+)?

Das „Plus“ hinter dem GEAK hat es in sich: Während der einfache GEAK den IST-Zustand des Gebäudes abbildet und lediglich rudimentäre Vorschläge zur Verbesserung abgibt, ist der GEAK Plus ein umfassender Energieberatungsbericht, der inklusive (ausführlichem) Anhang rund 80 Seiten stark ist.

GEAK Plus Dokumente, ausgestellt von Franz Ulrich, Lindenberg Energie GmbH
GEAK Plus von Franz Ulrich, Lindenberg Energie GmbH. © Franz Ulrich

Er analysiert den aktuellen Zustand des Gebäudes und zeigt darauf aufbauend ausführliche Vorschläge, wie die Gebäudehülle und die Haustechnik energetisch verbessert werden können. Dabei werden nicht nur die Energie- und Energiekosteneinsparung berechnet, sondern auch die Investitions- und Betriebskosten. Es wird also eine komplette Wirtschaftlichkeitsrechnung mitgeliefert, die sofort aufzeigt, welche Massnahmen sich wirklich lohnen.

Natürlich handelt es sich um grobe Kostenschätzungen und Rahmenbedingungen, die zum Zeitpunkt des Erstellens des GEAK Plus gelten. Gerade die zugrunde liegenden Energiepreise können kurzfristig stark schwanken. Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ist also mit Vorsicht zu geniessen …

Ist der GEAK Plus für mein Gebäude sinnvoll?

Der GEAK Plus stellt somit einen umfassenden Energieberatungsbericht dar, der Verbesserungsvorschläge bezüglich der Gebäudehülle und der Haustechnik aufzeigt. Er ist prädestiniert als kurz- bis mittelfristiges Planungsinstrument zur Gebäudeerneuerung.

Überdies wird der GEAK Plus von den Kantonen eingefordert, wenn bei einer energetischen Gebäudesanierung Fördergelder über Fr. 10’000.- aus dem Gebäudeprogramm beantragt werden. 

In gewissen Kantonen muss für neu erstellte Wohnbauten ein GEAK Neubau ausgestellt werden.

Wo erhalte ich den GEAK Plus und was kostet er?

Als langjähriger GEAK-Experte der ersten Stunde (seit 2009) erstelle ich, Franz Ulrich, den GEAK Plus gerne auch für Ihr Gebäude: Rasch, effizient und kostengünstig. Die meisten Kantone fördern den GEAK Plus als detaillierte energetische Gebäudeanalyse mit Fr. 1’000.- (EFH) bzw. Fr. 1’500.- (MFH und andere Gebäudekategorien).

Profitieren Sie von meiner grossen Erfahrung und der unbürokratischen Arbeitsweise.

Rufen Sie mich jetzt an oder schreiben mir eine Email, um ein konkretes Angebot für Ihr Gebäude zu erhalten.

Selbstverständlich stehen auch beim GEAK Plus Ihre Bedürfnisse im Vordergrund. Möchten Sie mehr erfahren über den guten Schlafplatz oder wie Sie Elektrosmog harmonisieren können? Dann sind Sie bei der Lindenberg Energieberatung genau richtig.

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